Hochzeitsbräuche: Wer ist der Chef im Haus?
Hochzeitsbräuche gehören einfach zu einer gelungenen Hochzeit. Diese Anregungen widmen sich heute dem Thema, wer denn in der Ehe die Hosen anhat. Vielleicht muss man nicht alles ganz so ernst nehmen, aber entscheiden Sie selbst ….
Gemeinsames Anschneiden der Hochzeitstorte
Braut und Bräutigam schneiden gemeinsam die Hochzeitstorte als Zeichen für ihren Zusammenhalt und Einigkeit in der bevorstehenden Ehe an. Wer beim gemeinsamen Anschneiden des Hochzeitskuchens die Hand obenauf hat, der soll der Herr im Haus sein auf ewig. Um das Eheglück abzusichern, sollten sich die Brautleute auf dem Fest gegenseitig mit einem Stück Torte füttern.
Wer tritt auf wen?
Wenn der Bräutigam sich beim Empfang des Segens in der Kirche auf dem Saum ihres Hochzeitskleides niederkniet hat später er ganz bestimmt das Sagen im Haus. Schaffte die Braut es dagegen, ihm beim Aufstehen auf den Fuss zu treten oder bereits auf dem Weg zur Kirche kurz gegen den Fuß zu treten, hat sie sicherlich in der Ehe die Hosen an. Übrigens: das Brautpaar sollte die Kirche zuerst mit dem rechten Fuß betreten, das bringt Glück für das gemeinsame Leben.
Ringe tauschen
Beim Anstecken der Ringe bestand erneut die Möglichkeit, die Vorherrschaft zu beweisen. Bleibt der Ring am mittleren Fingergelenk der Braut stecken, gilt das als Vorteil für sie. Schaffte es der Bräutigam jedoch den Ring ohne Stocken aufzuschieben, dann würde er der zukünftige Herr im Hause sein.
Trinktest
Man bringt dem Brautpaar ein Tablett mit zwei Gläsern Wein und einem Schlüssel. Wer zuerst sein Glas ausgetrunken hat und sich den Schlüssel schnappt, wird später die Schlüsselgewalt in der Ehe haben.
Türrahmen schlagen
Weniger verbreitet ist der Brauch, dass die Jungvermählten vor ihrer Haustüre stehen bleiben und mit der Hand oben an den Türrahmen schlagen. Wer am weitesten nach oben kommt, der hat sich, so heißt es, die Führungsrolle in der Ehe gesichert.



